1 Aufruf
Ein Treppenhaus bei Nacht, kaltes Neonlicht, ein grünes Notausgangsschild an der Wand — und sie geht einfach auf den Stufen in die Hocke. Ausgezogen wird die ganzen fünf Minuten niemand. Sie ist dunkelhaarig, trägt das Haar zum hohen Zopf gebunden, hat schwer geschminkte Rauchaugen und einen schwarzen Mantel mit hellem Fellkragen, der die ganze Zeit anbleibt. Und sie ist nicht allein: eine zweite Frau, ebenfalls dunkelhaarig, im dunklen Mantel mit blauem Schal, steht plötzlich daneben, sieht eine Weile zu und macht später selbst mit. Er ist älter, kahl, trägt Brille und eine dunkle Jacke und zieht nichts aus außer dem Reißverschluss. Angefangen wird auf der Treppe. Sie holt ihn raus und nimmt ihn sofort in den Mund, während er mit dem Rücken zum Geländer steht. Von oben ist zu sehen, dass jederzeit jemand herunterkommen könnte — sie hört trotzdem nicht auf. Weiter geht es in einem gefliesten Flur mit blassgelben Wandfliesen und grünen Türen, wo mehr Licht ist und beide Frauen gleichzeitig im Bild sind. Dort wechseln sie sich ab: mal die mit dem Zopf mit vollem Mund, mal die im blauen Schal, mal beide gleichzeitig davor, während er zwischen ihnen steht. Zum Schluss kniet die mit dem Zopf auf den Fliesen, streckt die Zunge raus und lässt sich hineinspritzen, ohne hinterher etwas wegzuwischen. Danach stehen beide wieder draußen auf der dunklen Straße, als wäre nichts gewesen.
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